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"Wie soll das nur alles zusammen passen? Keine Ahnung, ist aber auch nicht so wichtig." 

Fast 2 Monate später sitze ich auf unserem Balkon, genieße die Morgenkühle und frage mich, was in den letzten 8 Wochen so passiert ist. Es fühlt sich so an, als sei ich in einen Expresszug gestiegen, der mich in Minutentakten an den nächsten wertvollen Erfahrungen abgesetzt hat. Kaum ausgestiegen, ging es auch schon wieder weiter. Die letzten Wochen vor dem 17.06.13 (Abfahrt Richtung Dänemark-Surf-Camp) waren geprägt von Vorbereitungen. Kurz davor gab es noch die "Open Source"-Veranstaltung der APG zum Thema "Rebellion". Das Thema macht neugierig und ich wollte mir die letzte Open Source, als echtes Mitglied des Strategievereins nicht entgehen lassen. Ich bin nämlich ausgetreten. Der Grund: Viele Antworten auf Fragen der Markenführung lassen sich auf anderen Themengebieten und Feldern finden. Schon immer war Marketing ein generelles Sammelbecken von unterschiedlichen Disziplinen. Diesen Aspekt finde ich immer weniger und suche nun halt an anderer Stelle.

Mir hat die Open Source sehr gut gefallen. Es gab schön oberflächliche Aspekte, mal wurde es sehr tief und eine Moralpredigt gab es (leider) auch. Die Umkehrung von Machtverältnissen ist wohl kein deutsches Thema, so schein es mir. Einige Inhalte wurden gerne auf Distanz gebracht. Am besten hat mir "Creative Resistance" gefallen. Mehr dazu, auf facebook und ARTE TV. Dort gibt es Handbücher für den gewaltfreien, kreativen Widerstand.

Bevor nun endlich die Karawane nach Dänemark startete, kam ich in den Genuß eines tollen Vortrages von Steffen Wannenwetsch und Dorothea Quella. Inhalte: "Die Aloha Philosophie (Huna)". Die Huna-Lehre ist nicht ganz neu (ein paar tausend Jahre alt) und zeigt Wege zur Heilung auf. Ein besonderes Merkmal der Lehre, ist ihre Leichtigkeit und ihre Freude. Für mich war das ein schöner Impuls, schwere Inhalte leichter und freundlicher zu "servieren".

Ein wenig Kontrast dazu, kam von Patrick, den ich auf einer DDI-Fortbildung in Amsterdam kennenlernen durfte. Ein Gewinn! Der Kontrast kam in Form einer Ausschreibung für ein wenig übersichtlichen Chemiekonzern. Wie können frische Mitarbeiter auf neue Wertewege des Unternehmens gebracht werden? Natürlich kam diese spannende Anfrage 3 Tage bevor es nach Dänemark ging. Such is life. Noch während des Camps schrieb ich ein paar Zeilen zu dem Projekt und brachte das Markenbedeutungsspiel ins Spiel. Kurz nach Dänemark gab es noch eine Einladung nach Süddeutschland, um unseren Plan vorzustellen. Meine zentrale Erkenntnis: Wer Angst hat, der spielt nicht. Und so gab es eine freundliche Absage.

Am Donnerstag war ich noch mit Anne und Jürgen richtig einkaufen, packten die letzten Sachen und fuhr zur Kung-Fu-Schule von Ayten auf den Parkplatz. Dort standen die aufgeregten Kinder, Eltern und Betreuer. Wir packten die Autos und Busse und ehe ich nachdenken konnte, setzten wir uns in Richtung Norddänemark in Bewegung. Es war wie im Traum. Unser Haus war perfekt. Alle stoben auseinander, schleppten Sachen, guckten Kühe, rannten zum Strand oder stellten Fußballtore auf. Und so begannen zwei unglaubliche Wochen.

Zum Thema Surf-Camp in Dänemark wurde bereits einiges gesagt und sogar einiges geschrieben. Wer mag, findet auf der facebook-Seite www.facebook.com/SurfClubAltona viele Posts dazu. Für mich war es eine Lebensverändernde Reise. Es gab so viele berührende Momente, wo Menschen das Beste aus sich hervorgebracht haben. Einfühlsam, vorbildlich, gemeinschaftlich, teilend, verantwortungsvoll, ermutigend, achtsam, gebend. Ich habe viel gelernt, über Gruppen, Führung und Menschen. Alle hatten ihre Zeit, ihre Momente und ihre Auftritte. Alle sind über sich selbst hinausgewachsen und anders zurückgekommen. Ich plane bereits das nächste Jahr!

Kaum aus Dänemark zurück, überfiel mich eine Joblawine. Für eine Agentur habe ich in 5 Tagen für 2 Automarken eine Strategie geschrieben. Für eine andere Agentur habe ich einen Kampagnenansatz für eine Bio-Cigarette gefunden und für ein großes Projekt einen Workshop abgehalten. Zwischendurch noch 2 Tage Süddeutschland. Puh, war ich geschafft, als ich mit Steffi und Naemi den Jet nach Portugal bestieg.

Portugal war dieses mal noch stärker als sonst, eine Art Heimkehr. Das Tal mit den Häusern war so friedlich, die Strände so schön, die Wellen (bis auf die ersten Tage) toll, der Wein lecker und das Essen köstlich. Naemi tobte mit Marie auf dem Grundstück, Gonzo baute eine Mauer und die genossen ebenfalls die Zeit. Dann kam der Abend mit unserem Nachbarn Glennis und Burt, als beschlossen wurde, wir bauen eine Natursteinterrasse. Ab da schleppte ich Steine, rührte Zement an und buddelte Gräben. Zwischendurch noch surfen und mein Körper meldete SOS. Bei bis zu 47 Grad im Tal war das alles ein wenig fiel und ich spüre immer noch meine Knochen. Burt schien das alles nicht viel zu machen (er ist 20 Jahre älter!). Ich sollte mehr trainieren... Die Terrasse ist fertig, das Grundstück ganz hübsch und bald gibt es sogar eine neue Außendusche. Vielleicht muss ich im Oktober noch mal kurz dahin.

Seit dem letzten Donnerstag bin ich zurück und vor mir liegen noch einige Aufgaben. Das Projekt mit Jägermeister geht weiter, es gibt einen Neukundentermin mit René und Steffen, das Au Quai-Restaurant steht auf dem Plan, das Wertehaus muss überarbeitet werden, das Nachtreffen mit dem Surf Club Altona steht an und ein sehr großes Engagement muss final besprochen werden. Dann wartet noch Truscon, das ARDAS, elbfonds, Paperlux und ein Seminar Ende September auf mich. Es ist schön wieder hier zu sein! Möge uns der Sommer noch ein wenig länger begleiten. Aloha und Ahoi von Kim

 

 






  

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