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Ich bin der AFNB (www.afnb.de)beigetreten. Die Akademie für neurowissenschaftliches Bildungsmanagement hat sich zum Ziel gesetzt, aktuelles Wissen aus der Hirnforschung aufzubereiten und ihren Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. Mich hat das Thema generell interessiert und wollte auch sehen, was hinter dem Jahrmarktsgeschrei "Neuromarketing" so steckt. In der Tat ist Neuromarketing großteilig eine völlige Fehlinterpretation. Da versuchen Marketingspezialisten mit Hilfe von CTs den Kaufknopf im Hirn zu finden oder aber teure Werbespots zu kürzen (Brainbranding?). Das ist sicherlich eine gute Idee, wenn der Mythos Marketing auf dem Kopf steht, aber es wird nicht viel nützen. Soviel ich verstanden habe, basiert unsere Hirnleistung auf sehr wenigen Prinzipien. Doch gerade deshalb ist unser Hirn zu einer enorm hohen Varianz an Denk- und Verhaltensstrukturen in der Lage. Und unser Gehirn (wenn nicht gar auch unsere Welt) ist systemisch strukturiert. Es gibt hier keine analogen Top-down-Prozesse. Und das ist die Crux mit dem Neuromarketing. Das Marketing in sich müsste sich als ein System im System verstehen, um Inspiration, Bedeutung und Bereicherung den komplexen "Hirnen" der Menschen anbieten zu können. So sitzt man zwar fasziniert vor unglaublichen Erkenntnissen, kann diese aber mit den bisweilen sehr einfältigen und analogen Reiz-Reaktions-Instrumenten des Marketings kaum in einen Einklang bringen. Ich habe aber auch gelernt, dass die Psychologie mit der Hirnforschung eine gute Symbiose eingeht. Viele Inhalte der Psychologie können nun gut erklärt werden. Ich bleibe da auf jeden Fall dran und freue mich auf noch viele weitere Erkenntnisse.  

    

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